INSTITUT FÜR INFORMATIK

Arbeitsgruppe Verteilte Systeme

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Dipl.-Inform. Wolfgang Runte

Wolfgang Runte
Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Wachsbleiche 27
D-49090 Osnabrück
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+49-541-969-2487 (oder -6534, virtUOS)
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Flexible LaTeX-based Automatic Making of Exercise Sheets & Sessions Flexible LaTeX-based Automatic Making of Exercise Sheets & Sessions

Was ist FLAMES?

FLAMES ist ein Generator für Übungsblätter und für Inhalte, die für die Durchführung von Übungsveranstaltungen oder Tutorien benötigt werden. Besonders geeignet ist FLAMES für Lehrveranstaltungen mit "Testatbetrieb", d.h. einer regelmäßigen (im Regelfall wöchentlichen) Präsentation der bearbeiteten Übungsaufgaben durch die Teilnehmer, bei der eine entsprechende Überprüfung und Bewertung durch beauftragte Tutoren erfolgt.

Die Verwendung kann auch in ähnlichen Szenarien eine große Hilfe sein, in denen ggf. nicht alle Funktionalitäten von FLAMES eingesetzt werden. Sinnvoll ist der Einsatz immer dann, wenn eine flexible Übungsblattgenerierung und automatisierte Vorbereitung der jeweils benötigten Inhalte für eine Lehrveranstaltung gewünscht werden.

Die Bedienung erfolgt über die Kommandozeile. Benötigt wird eine Unix-basierte Betriebssystemumgebung (z.B. Linux oder Mac OS X). FLAMES basiert im Wesentlichen auf dem Schriftsatzsystem "LaTeX" und dem Build-Werkzeug "Make". Ziel ist es, mit wenigen aber leistungsfähigen Werkzeugen in einer Standardumgebung einen möglichst effizienten und komfortablen Einsatz zu gewährleisten. Dies bedeutet insbesondere, eine möglichst flexible und kurzfristig änderbare Gestaltung von Übungsblättern zu ermöglichen, sowie die Automatisierung wiederkehrender Arbeits- und Anpassungsvorgänge sicherzustellen.


Features

  • Übungsaufgaben und Musterlösungen werden in einem Dokument vorhalten, getrennte Erzeugung nach Bedarf
  • einfaches und flexibles Verschieben von Übungsaufgaben auf unterschiedliche Übungsblätter innerhalb eines Master-Dokuments
  • automatisches Aktualisieren der Hyperlinks auf Übungsblättern
  • Ausgabe der Übungsblätter und Musterlösungen als PDF, PostScript (zwecks Ausdruck) und HTML
  • für jedes Übungsblatt bzw. für jedes Testat kann ein separater Fragenkatalog vorgehalten und eingebunden werden
  • spezielle Berücksichtung und Ablage von Quellcode, der für die Übungsveranstaltung in einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) vorgehalten werden muss
  • Datei-Ablageschema mit Namens- und Verzeichniskonvention für einzelne Übungsaufgaben
    • Berücksichtigung der mit einem Übungsblatt auszugebenen Dateien, die für die Bearbeitung der Aufgaben benötigt werden (Ordnername: ausgabe)
    • Berücksichtigung von Dateien, die für die Übungen benötigt werden, wie z.B. Beispieldateien, Vorlagen etc. (Ordnername: uebung)
    • Berücksichtigung der zu den Musterlösungen gehörenden Dateien (Ordnername: mlsg)
  • Zusammenstellen der vorbereiteten Notizen für die Vor- und Nachbesprechungen aller Aufgaben für eine Übungsveranstaltung
  • Zusammenstellen der vorbereiteten Bewertungsschemata aller Aufgaben für die Bewertung der Aufgaben durch die Tutoren
  • Zusammenstellen und Vorhalten der für Übungsveranstaltungen benötigten Dateien wie z.B. Quellcode-Dateien und Abbildungen bzw. Diagramme
  • automatische Erstellung von Archiven mit Dateien der Übungsveranstaltungen
  • automatische Erstellung von Archiven für die Tutoren mit allen für die Vorbereitung von Testaten benötigten Dateien
  • automatische Erstellung einer druckbaren PDF/PS-Datei mit komplett allen für Testate benötigten Inhalten
  • einfache Backup-Funktion, die ein auch in andere Umgebungen übertragbares, voll funktionsfähiges Archiv mit allen Inhalten der jeweiligen Lehrveranstaltung erstellt

Schnelleinstieg

  • aktuelles Archiv (siehe unten) herunteraden und entpacken
  • auf der Kommandozeile mit "cd" in den Ordner ".../Aufgaben/" wechseln
  • durch Eingabe von "make" oder "make help" wird eine Übersicht über die Funktionen ausgegeben
  • mit den folgenden Befehlen:
    $ make b01
    $ make ueb01
    $ make tut01
    ... wird das erste Übungsblatt und alles dazugehörige generiert
  • alternativ dasselbe etwas kürzer mit den folgenden Befehlen:
    $ make 01
    $ make tut01
  • Die Schritte für die Generierung wurden so aufgeteilt, weil es sich als praktikabel erwiesen hat: Das Übungsblatt ("make b01") und die Übungen ("make ueb01") wurden öfters einzeln oder auch zusammen ("make 01") erstellt. Das Tutorenarchiv ("make tut01") relativ selten, meist nur einmalig direkt vor Ausgabe an die Tutoren.
  • Es bietet sich an, FLAMES in Kombination mit einem Versionskontrollsystem (VCS) wie z.B. Subversion (SVN) einzusetzen. Neben den Vorteilen, den der Einsatz eines VCS bereits für einen einzelnen Benutzer bietet (Versionshistorie, zentrales Repository zum Synchronisieren unterschiedlicher Arbeitsrepositories etc.) ist dadurch auf einfache Weise ein leistungsfähiger Mehrbenutzerbetrieb gewährleistet.

Systemanforderungen

  • Bash (inkl. find, tar, gzip)
  • Make
  • LaTeX, inkl. pdfLaTeX und Tex4ht
  • pdftops, pstops, ps2pdf, a2ps, gs, epstopdf
  • dvipng und ggf. dvips und convert (ImageMagick)

Getestet mit: Ubuntu Linux 12.04.2 LTS und der darin enthaltenen TeX-Distribution "TeX Live 2009-15"


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